Montag, 11. November 2013
Montag, 4. November 2013
Freitag, 13. September 2013
eine geschichte
stellen sie sich vor, sie gehen essen. nach dem essen fragt sie der zahlkellner, ob sie zahlen wollen oder ein anderer würde die rechnung übernehmen. mangels statistischer daten können wir bestenfalls schätzen, wie viele menschen die variante "ein anderer übernimmt die rechnung" wählen. möglicherweise sind es mehr als die hälfte.
da der zahlkellner korrekt ist, führt der die "anderer zahlt"-variante noch im detail aus. sie können dann wählen:
variante 1: sie zahlen die rechnung später mit zinsen, also eine art kredit.
variante 2: ihre kinder zahlen die rechnung mit zinsen, sobald sie volljährig sind.
variante 3: der staat übernimmt die rechnung und schreibt ihnen dafür die nächsten 20 jahre höhere steuern vor.
variante 4: sie bilden eine mehrheit von 70 %, die beschließt, dass die 30 % vermögenderen und besserverdienenden mehr steuern zahlen, damit ihre rechnung bezahlt werden kann.
variante 5: der staat übernimmt die rechnung, erhöht damit auf ihre kosten den schuldenstand und nimmt sich bei ihnen kredit, den er vermutlich nie zurückzahlen wird. und für die zinsen, die er ihnen zahlt, fordert er immer mehr steuern.
und die moral aus dieser geschichte. in unserem zivilleben wissen wir, dass wir für alles direkt oder indirekt eine rechnung zu begleichen haben. wenn uns aber politische parteien insbesondere vor wahlen mit unserem eigenen geld anfüttern, dann glauben wir, dass irgendwer nur nicht wir selbst die rechnung zahlen muss.
da der zahlkellner korrekt ist, führt der die "anderer zahlt"-variante noch im detail aus. sie können dann wählen:
variante 1: sie zahlen die rechnung später mit zinsen, also eine art kredit.
variante 2: ihre kinder zahlen die rechnung mit zinsen, sobald sie volljährig sind.
variante 3: der staat übernimmt die rechnung und schreibt ihnen dafür die nächsten 20 jahre höhere steuern vor.
variante 4: sie bilden eine mehrheit von 70 %, die beschließt, dass die 30 % vermögenderen und besserverdienenden mehr steuern zahlen, damit ihre rechnung bezahlt werden kann.
variante 5: der staat übernimmt die rechnung, erhöht damit auf ihre kosten den schuldenstand und nimmt sich bei ihnen kredit, den er vermutlich nie zurückzahlen wird. und für die zinsen, die er ihnen zahlt, fordert er immer mehr steuern.
und die moral aus dieser geschichte. in unserem zivilleben wissen wir, dass wir für alles direkt oder indirekt eine rechnung zu begleichen haben. wenn uns aber politische parteien insbesondere vor wahlen mit unserem eigenen geld anfüttern, dann glauben wir, dass irgendwer nur nicht wir selbst die rechnung zahlen muss.
Samstag, 20. April 2013
nahrungsmittelgrundlage sichern oder zubetonieren?
ist ihnen das auch schon aufgefallen? bauernvertreter klagen über den zu hohen landverbrauch für siedlungen, gewerbeflächen und verkehrswege. täglich werden 20 bis 30 ha "zubetoniert". es könnte aber auch vorkommen, dass in der selben gemeinde zu wochenbeginn über den großen verbrauch an ackerland geklagt wird und gegen ende der woche der gemeinderat die umwidmung von 20 ha ackerland in bauland-siedlungsgebiet beschließt. da läuft dann irgendwas nicht ganz rund. in den gemeinderäten wird dann argumentiert, man müsse ja für die örtliche jugend siedlungsraum zur verfügung stellen. wenn sie sich das dann genau anschauen, sind 1 bis 2 siedler wirklich aus der gemeinde und der rest "zuagroaste".
Freitag, 19. April 2013
kennen sie das obelix-syndrom?
sie kennen doch obelix, den freund von asterix. sie wissen auch, dass der mal als kind in einen topf mit zaubertrank gefallen ist und deshalb dauernd auch ohne zaubertrank über bärenkräfte verfügt.
das problem, in einen topf ideologischen zaubertranks gefallen zu sein, tritt auch in vielen politischen diskussionen immer wieder auf. das erste mal ist mir das bei radikalen aufgefallen. dieser braune inhalt sitzt in den köpfen und geht dort einfach nicht mehr raus. wie aber soll eine gesellschaft mit diesen unheilbaren und total kontraproduktiven denkweisen umgehen?
auffällig viele linke scheinen in letzter zeit ebenfalls in einen solchen ideologischen topf mit rotem zaubertrank gefallen zu sein. die sympthome dafür sind ziemlich eindeutig und hören sich etwa so an:
die bösen reichen sind an allem schuld.
alle banken sind böse.
alle reichen sind böse spekulanten.
wir sind das reichste land der welt.
wir müssen uns nur den reichtum der reichen aneignen und alle probleme lösen sich in wohlgefallen auf.
die bösen reichen beuten die armen armen aus.
es ist eh genug da, wir müssen es nur besser verteilen.
geld ist was ganz böses.
das zinseszinssystem ist an allem schuld.
manches hört sich gut an. aber kaum einer der am obelix-syndrom leidenden ist in der lage, daraus eine konstruktive strategie zu formen, die man in einem versuchsgebiet ausprobieren und auf ihre funktion überprüfen kann. nur über alle kanns und solls zu diskutieren, ist zu wenig. es sei denn, das ganze ist ohnehin nur als beschäftigungstherapie gedacht.
auffällig ist auch, dass die am obelix-syndrom leidenden in der regel ein hohes mass an realitätsverweigerung praktizieren.
das problem, in einen topf ideologischen zaubertranks gefallen zu sein, tritt auch in vielen politischen diskussionen immer wieder auf. das erste mal ist mir das bei radikalen aufgefallen. dieser braune inhalt sitzt in den köpfen und geht dort einfach nicht mehr raus. wie aber soll eine gesellschaft mit diesen unheilbaren und total kontraproduktiven denkweisen umgehen?
auffällig viele linke scheinen in letzter zeit ebenfalls in einen solchen ideologischen topf mit rotem zaubertrank gefallen zu sein. die sympthome dafür sind ziemlich eindeutig und hören sich etwa so an:
die bösen reichen sind an allem schuld.
alle banken sind böse.
alle reichen sind böse spekulanten.
wir sind das reichste land der welt.
wir müssen uns nur den reichtum der reichen aneignen und alle probleme lösen sich in wohlgefallen auf.
die bösen reichen beuten die armen armen aus.
es ist eh genug da, wir müssen es nur besser verteilen.
geld ist was ganz böses.
das zinseszinssystem ist an allem schuld.
manches hört sich gut an. aber kaum einer der am obelix-syndrom leidenden ist in der lage, daraus eine konstruktive strategie zu formen, die man in einem versuchsgebiet ausprobieren und auf ihre funktion überprüfen kann. nur über alle kanns und solls zu diskutieren, ist zu wenig. es sei denn, das ganze ist ohnehin nur als beschäftigungstherapie gedacht.
auffällig ist auch, dass die am obelix-syndrom leidenden in der regel ein hohes mass an realitätsverweigerung praktizieren.
Dienstag, 19. März 2013
parteienfinanzierung
der wahlkampf in nö und die damit verbundene materialschlacht hat viele fragen aufgeworfen. dürfen beispielsweise parteispenden von den unternehmen als betriebsausgabe verbucht werden oder darf nur versteuertes geld in politiker und parteien investiert werden?
im klartext führt das zu folgenden konstruktionen: eine körperschaft öffentlichen rechts legt ihrer monatlich erscheinenden ausgabe eine sondernummer bei, die von einer bank, einer versicherung und einer weiteren organisation finanziert wird. u.a. findet sich ein zweiseitiger pr-artikel eines landespolitikers. wie wird diese art von politischer förderung steuerlich behandelt?
aber es geht noch viel einfacher. auf einer seite in einer zeitung findet sich zur hälfte werbung für einen landespolitiker und zur hälfte werbung für eine versicherung, die dafür bekannt ist, dass sie ebenfalls in die partei des politikers investiert. könnte es sein, dass die versicherung eine ganze seite kauft und die hälfte der partei zur verfügung stellt? buchhalterisch wird das ganze dann als werbeausgabe in der versicherung verbucht. offensichtlich ganz korrekt.
im klartext führt das zu folgenden konstruktionen: eine körperschaft öffentlichen rechts legt ihrer monatlich erscheinenden ausgabe eine sondernummer bei, die von einer bank, einer versicherung und einer weiteren organisation finanziert wird. u.a. findet sich ein zweiseitiger pr-artikel eines landespolitikers. wie wird diese art von politischer förderung steuerlich behandelt?
aber es geht noch viel einfacher. auf einer seite in einer zeitung findet sich zur hälfte werbung für einen landespolitiker und zur hälfte werbung für eine versicherung, die dafür bekannt ist, dass sie ebenfalls in die partei des politikers investiert. könnte es sein, dass die versicherung eine ganze seite kauft und die hälfte der partei zur verfügung stellt? buchhalterisch wird das ganze dann als werbeausgabe in der versicherung verbucht. offensichtlich ganz korrekt.
Dienstag, 5. März 2013
erwin pröll hat wieder zugeschlagen
ein paar tage brauchte ich schon, um diesen schock zu verkraften. erwin pröll hat die absolute mehrheit im nö. landtag wieder erreicht. pest und cholera werden also nicht wie in wien und oberösterreich über das land hereinbrechen. anders als in kärnten ist in nö. korruption, spekulation und das anfüttern des wählers auf kosten des wählers nach wie vor mehrheitsfähig.
auch mit meinen bösen fragen bin ich alleine geblieben.
wieviel investierte landesvater erwin in diesen wahlkampf?
wieviel davon soll über eine wahlkampfkostenrückerstattung des landes nö. refundiert werden?
wer bezahlt den rest des wahlkampfes? bei stronach wissen wir, wo das geld herkommt. an wen werden die bürger niederösterreichs verkauft?
steht uns eine neuauflage der telekom-affäre ins haus? wurde das geld der sponsoren ordnungsgemäß versteuert oder an der finanz vorbei geschleust, zb. in form einer einfachen ausgangsrechnung für werbemittel?
ist es in ordnung, wenn in kammerzeitungen seitenlange pr-artikel veröffentlicht werden? von den pr-artikeln in anderen zeitungen rede ich nicht. sie wurden vermutlich mit den inseraten mitgekauft.
ist es in ordnung, wenn die landesakademie nö-sticker mit klebekarte auf der titelseite der nön bewirbt und gratis mit einem schreiben des kurators pröll versendet?
darf ein landeshauptmann 100-euro-scheine nachdrucken lassen, die so fälschungssicher sind, dass man sie nicht mal kopieren kann, mit werbebotschaft auf der rückseite?
ich nehme zur kenntnis, dass diese fragen wohl nie geklärt werden können. aber die nächste wahl kommt bestimmt.
auch mit meinen bösen fragen bin ich alleine geblieben.
wieviel investierte landesvater erwin in diesen wahlkampf?
wieviel davon soll über eine wahlkampfkostenrückerstattung des landes nö. refundiert werden?
wer bezahlt den rest des wahlkampfes? bei stronach wissen wir, wo das geld herkommt. an wen werden die bürger niederösterreichs verkauft?
steht uns eine neuauflage der telekom-affäre ins haus? wurde das geld der sponsoren ordnungsgemäß versteuert oder an der finanz vorbei geschleust, zb. in form einer einfachen ausgangsrechnung für werbemittel?
ist es in ordnung, wenn in kammerzeitungen seitenlange pr-artikel veröffentlicht werden? von den pr-artikeln in anderen zeitungen rede ich nicht. sie wurden vermutlich mit den inseraten mitgekauft.
ist es in ordnung, wenn die landesakademie nö-sticker mit klebekarte auf der titelseite der nön bewirbt und gratis mit einem schreiben des kurators pröll versendet?
darf ein landeshauptmann 100-euro-scheine nachdrucken lassen, die so fälschungssicher sind, dass man sie nicht mal kopieren kann, mit werbebotschaft auf der rückseite?
ich nehme zur kenntnis, dass diese fragen wohl nie geklärt werden können. aber die nächste wahl kommt bestimmt.
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